FDP sagt:  „Nein, danke!“,  zu einer weiteren Gesamtschule in Herford

Die Schüler wollen nicht auf ihre Ernst-Barlach-Schule verzichten.

 

 

Wie von vielen erwartet wurde, sucht Herford dringend Ersatz für die Hauptschule Meierfeld. Wir brauchen nicht nur für die  Hauptschüler einen Platz des Lernens. Nach Abschluss der Erprobungsphase in den Klassen 6 – 7 heißt es für einige Schüler, die Schule zu wechseln. In den vergangenen Monaten sind viele Kinder und Jugendliche aus anderen Ländern zu uns nach Herford gekommen. Da auch für Flüchtlinge und Asylanten die Schulpflicht gilt, erwächst hier für Herford eine weitere Aufgabe.

 Eine Gesamtschule muss mindestens vierzügig sein. Dafür braucht es zwischen 100 und 120 Schüler oder Schülerinnen. Die letzten Anmeldezahlen machen deutlich, dass für eine 2. Gesamtschule nicht genug Anmeldungen kommen werden, merkt der Ratsherr der FDP, Günther Klempnauer, an Es sei denn, die Anmeldungen an der GS Friedenstal gehen weiter zurück. Wir wollen aber die sehr beliebte  Gesamtschule erhalten wissen. Die Herforder Schulverwaltung will Eltern davon überzeugen, dass ihre Kinder an einer neuen Gesamtschule besser aufgehoben sind. Was für eine Beratung, die das Ergebnis vorweg nimmt. Es steht eher zu befürchten, dass manche Eltern ihre Kinder dann nicht an einem der erfolgreichen Gymnasien, sondern an einer Gesamtschule anmelden. „Welches Gymnasium wird dann wohl in ein paar Jahren geschlossen?“, fragt der schulpolitische Sprecher Berthold Stahn.  

Aktuell gibt es in Herford 4 Oberstufen (3 Gymnasien, 1 Gesamtschule).  Wenn jetzt noch eine fünfte Oberstufe dazukommt, schaffen wir neue Probleme. Nicht nur, dass eine Mindestzahl an Schülern je Oberstufe gebraucht wird. Da in der Oberstufe in Kursen unterrichtet wird, kann mit einer Ministufe das Niveau nicht mehr gehalten werden. Man wird nur die sogenannten Kernfächer als Grund- und Leistungskurse anbieten und auf den Rest verzichten  - zum Schaden unserer Kinder, wie Berthold Stahn besorgt feststellt. .

Das Land Rheinland – Pfalz macht uns die Lösung vor:  Dort ist die Realschule Plus bereits seit Jahren ein Erfolgsmodell. Für NRW wurde das Schulgesetz ergänzt:  Mit dem Paragraphen 132c wird auf die Sicherung der Schullaufbahn abgestellt. Absatz 1 erlaubt dem Schulträger ausdrücklich die Einrichtung eines Bildungsganges mit Abschluss Hauptschule an einer Realschule, wenn in der Gemeinde keine Hauptschule mehr besteht. Die Klassen 5 und 6 bleiben weiterhin Erprobungsstufe. Dabei hat der Gesetzgeber ausdrücklich Schülerinnen und Schüler in den Blick genommen, die nach der Erprobungsstufe die Schulform wechseln müssen.

Günther Klempnauer, als Rat der Stadt Herford, fordert den Erhalt aller Herforder Schulen und will die berechtigten Ansprüche aller Kinder auf angemessene Bildung verteidigen.

Pressemitteilung vom  17. 11. 2016

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