Liberale gegen Vorrangflächen für Windräder in Herford

Die FDP spricht sich im Vorfeld der Sitzung des Landschaftsbeirates klar gegen Vorrangzonen für Windkraftanlagen in Herford aus. Am morgigen Dienstagnachmittag beraten die Mitglieder des Landschaftsbeirates, wie sie sich zur Ausweisung von Vorrangflächen für die Errichtung weiterer Windräder im Stadtgebiet stellen wollen.

 

„In unserem dicht besiedelten Kreis Herford ist kein Platz mehr für zusätzliche Standorte“, sagt Kreisvorsitzender Stephen Paul. Bei über 550 Einwohnern je Quadratkilometer sei der Wittekindskreis der am dichtesten besiedelte Landkreis in der Region. „Jeder neue Standort liegt zu nah an den vorhandenen Siedlungen“, stellt Stephen Paul fest. Die von der Stadt Herford geplanten Vorrangflächen wären aus Sicht der Liberalen ein Freibrief, um wertvollen Lebensraum für Mensch und Tier zu beeinträchtigen. „Die bei uns im Wittekindskreis lebenden Menschen haben einen Anspruch auf den Schutz ihres Wohneigentums und ihrer Lebensqualität.“

 

 

Eben diese Lebensqualität sehen die Liberalen zunehmend bedroht durch Pläne der Stadt Herford, am Stadtrand Vorrangzonen für weitere Windkraftanlagen auszuweisen. Ortsvorsitzender Günther Klempnauer: „Die geplanten Zonen in Eickum, in Elverdissen und im Herforder Norden sind allesamt ungeeignet, weil die heutigen Windräder mit ihrer Höhe von 150 bis 200 Metern dort einfach nicht hingehören.“ Schattenwurf und Lärm belasten Mensch und Tier, die Verschandelung letzter verbliebener freien Landschaftsflächen komme erschwerend noch hinzu.

 

„Wer billigend in Kauf nimmt, dass die Lebensqualität durch den Bau zusätzlicher Windkraftanlagen weiter eingeschränkt wird, versündigt sich an der Zukunftsfähigkeit Herfords“, sind Stephen Paul und Günther Klempnauer überzeugt.

Pressemitteilung vom 16. 11. 2013
Druckversion Druckversion | Sitemap
© FDP Stadtverband Herford