FDP fordert Alternative zum Abriss des Stadttheaters

Die neuesten Entwicklungen machen das Projekt OWL-Forum am Standort Stadttheater immer unwahrscheinlicher. Der Denkmalschutz kann und darf nicht einfach ausgehebelt werden. Die NWD braucht dringend eine neue und zeitgemäße Spielstätte und die Fördergelder von Land und Bund liegen bereit.

Ein Plan B muss her

„Ich fordere unseren Bürgermeister und die Verwaltung auf, unverzüglich einen Plan B zu erarbeiten“, sagt Ricarda Heeper, Ortsvorsitzende der FDP Herford. Es ist nicht nur unsere Aufgabe, einen quantitativ passenden Bauplatz für ein Gebäude zu finden. Vielmehr müsse man auch die Rahmenbedingungen für die Entfaltung und Entwicklung der Kultur in unserer Stadt schaffen. Die Förderbedingung, ein Projekt mit überregionaler Strahlkraft zu erschaffen, lässt sich auch in kleinerer Dimension, durch ein innovatives und zukunftsfähiges Konzept erfüllen“, ist sie sich sicher.

Klassische Konzerte müssen dorthin, wo die Menschen sich aufhalten.

Erneut wirbt Ricarda Heeper für die Fläche des ehemaligen Dohm-Hotel an der Löhrstraße. Dieser Standort habe ein sehr großes Innovations- und Entwicklungspotential. „Klassische Konzerte müssen dorthin verlagert werden, wo sich die Menschen aufhalten. Quasi in die Alltagswelt der Besucher. Das sorgt nicht nur für eine räumliche, sondern auch für emotionale Verbundenheit. Auch Musiker und Künstler verspüren eine höhere Motivation durch die Nähe zum Publikum.“

Grenzen zwischen Konzerthalle und öffentlichem Raum verschwimmen und machen neue Erfahrungen möglich.

„Unsere Vision für diesen Standort ist, die Grenzen zwischen einer Konzerthalle und dem öffentlichen Raum verschwimmen zu lassen. Eine Öffnung des Gebäudes in Richtung Gänsemarkt wäre eine starke und einladende, architektonische Geste. Je nach Situation und Witterung kann das Orchester aus dem Konzertsaal treten, Proben oder sich unter die Menschen mischen. Gleichzeitig bietet der angrenzende Marktplatz viel Potential für neue Konzertformate und die Nutzung dritter Orte. Wir wollen neue Zielgruppen erreichen und Kultur für jeden erlebbar machen. Aufgrund der veränderten Seh- und Erlebnisgewohnheiten durch Medien und Freizeitindustrie, müssen in Zukunft gesellschaftlicher Austausch, Essen und Trinken sowie kulturelle Erlebnisse gleichzeitig ermöglicht werden. Dafür bietet der Standort am Janup die besten Vorraussetzungen.“

 

 

Pressemitteilung vom 28. 01. 2022

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